Der Verzicht auf neu hergestellte Materialien bzw. die Verwendung von Reststoffen trägt zur Vermeidung von Müll bei und schont gleichzeitig die bestehenden Ressourcen. Auch Taschen oder Porte-Monnaies können vollständig oder teilweise aus Materialien hergestellt werden, die wieder verwertet wurden.
In Entwicklungsländern lassen sich die Menschen einiges einfallen, um an kostenlose oder kostengünstige Materialien zu kommen und mit den neu hergestellten Gegenständen ihren Unterhalt zu verdienen.
Zum Beispiel werden die "Conserve"-Taschen in Indien aus gesammelten Plastiktüten hergestellt. Die Tüten werden, nachdem sie nach Farben sortiert wurden, in einem besonderen Verfahren unter Hitzeeinwirkung zu einem festen und wasserabweisenden Stoff gepresst. Auch aus Indien kommen besonders robuste und zugleich elegante Shopping-Taschen, die aus Sicherheitsgurten aus Ausschussproduktion gefertigt wurden. In den Philippinen werden aus den im Übermaß vorhandenen Werbeplänen farbenfrohe und sehr widerstandsfähige Umhängetaschen gemacht. In Vietman dienen gebrauchte Futtermittelsäcke aus Kunststoff als Ausgangsmaterial für Taschen in vielen verschiedenen Größen und Farbgebungen. Und die Vorderseite der "Chichi"-Taschen aus Guatemala besteht aus den gut erhaltenen Kragenteile traditioneller Kleidungsstücke. Gegenstände, die in ihrer ursprünglichen Form nicht mehr zu verwenden waren, werden so zu einem neuen Leben erweckt. 
Auch bei uns in Europa sind viele Designer von der Notwendigkeit überzeugt, unsere Ressourcen zu schonen. Manche greifen auf begrenzte Mengen von Reststoffen und entwickeln originelle Designs, die sich oft in Unikaten wiederfinden. Kleine Manufakturen wie "La Customerie" aus Paris oder "Affentor" aus Frankfurt/Main zeigen in beeindruckender Weise, dass aus Stoff- oder Lederresten bzw. alten Taschen oder Kleidungsstücken, die teilweise abgenutzt oder altmodisch geworden sind, sich wunderschöne neue Taschen herstellen lassen. Manchen Kreationen sieht man es an, dass sie neu erfunden wurden, sie passen aber wunderbar zum aktuellen Vintage- oder Ethno-Stil. Andere wiederum lassen nichts mehr von ihrer Herkunft erkennen.
Möglich ist auch, revolutionäre Materialien, die aus alten gemacht wurden, zu verwenden. Die ECO-Linie von JOST beispielsweise wird aus einem Stoff genäht, der aus alten PET-Flaschen gewonnen wurde. Äußerlich unterscheiden sich die praktischen Taschen aber gar nicht von den üblichen Synthetik-Taschen im ähnlichen Design. In diesem Fall zählen die inneren Werte!